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13.05.2015
Silent please!
Die Schwierigkeiten der Livemusik

Talk in Zusammenarbeit mit BUSK Singer-Songwriter Festival  | Mit Tommaso Sacchi, Marco Russo, Stefano Bannò/Anansi

Waaghaus
Kornplatz 13, Bozen

Livemusikveranstaltungen sind allgemein als Element der städtischen Unterhaltung und des sozialen Zusammenhalts anerkannt und ein lebendiger Ausdruck von Kultur. Sie fördern neue Talente wie Autoren, Musiker, Sänger, Bands, Schriftsteller, Schauspieler, usw. und trotzdem wird es immer schwieriger, das Recht auf musikalischen und kulturellen Ausdruck mit dem Recht auf Ruhezeiten zu vereinen, besonders abends und in der Altstadt. Die immer verworreneren Vorschriften und Regelungen der Gemeinden, Provinzen und des Staates erschweren das Ermitteln von klaren Grenzen (bezüglich Uhrzeiten, Dezibel, Zuschauerzahl). Die oft widersprüchlichen Regelungen verunsichern die Betreiber von öffentlichen Lokalen, sodass diese häufig nicht mehr den Mut haben, in Livemusik zu investieren. Auch Organisatoren von Festivals und Konzerten stoßen zunehmend auf bürokratische Hürden. Dank der an dem Abend anwesenden Gäste werden Aussichten und Problempunkte in Bezug auf die aktuell schwierige Lage der Livemusik aus euroregionaler und nationaler Sicht besprochen.

Tommaso Sacchi (Amt für Kultur Florenz – Projektleiter für Più Musica Live), Anansi (Musiker, I know a place Trento – Förderungsinitiative für Livemusik in Trient) und Marco Russo (Philosoph, Organisator von Musikveranstaltungen in Tirol und Südtirol) werden von ihren Erfahrungen berichten und sich mit dem Publikum und den Organisatoren der Konzerte austauschen. Die Debatte wird von Marco Bassetti (franzmagazine) moderiert. Die verschiedenen Meinungen können in einer Liste von Anträgen gesammelt werden, die der neuen Landesregierung und dem Südtiroler Gemeindenverband vorgelegt werden können.