WS Explora

20.10.2016
WS explora 1
Die Region „kulturell“ Denken: Das Cultural Planning

Das Bildungslabor WS explora bietet die Gelegenheit, aktuelle Aspekte der kulturellen Innovation zu vertiefen. Mit WS explora, für das Jahr 2016 und in Zusammenarbeit mit der Fondazione Fitzcarraldo konzipiert, möchte die Weigh Station allen Kreativen und Kulturmanagern in Südtirol hochwertige Momente der Wissensvermittlung und des Networkings anbieten. Die Projektlinie richtet sich auch an die „wallers“ – Personen, die in die entsprechende Community der Weigh Station eingeschrieben sind – und an Institutionen, die sich in Bozen oder in der Region Trentino-Südtirol mit Kultur oder der Förderung von Kunst und Kreativität beschäftigen. In Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen und Experten aus dem Bereich der kulturellen Innovation organisiert WS explora Seminare, Konferenzen, Runde Tische und Workshops. Mit Blick auf Modelle, die in anderen Teilen Italiens und in Europa erfolgreich sind, haben all diese Formate zum Ziel, die lokale kreative und kulturelle Produktion zu stimulieren.

20. – 21.10.2016 
Die Region „kulturell“ Denken: Das Cultural Planning
WS explora 1
Museion, Siena Platz 1 - Bozen

Finanzierungskrise, sozialer Ausschluss, Ungleichgewicht zwischen Zentrum und Peripherie, Konsum und Produktion, Format und Inhalt: Dies sind einige der aktuellen Herausforderungen, die ein Neudenken der  Kulturpolitiken nötig machen. Das sogenannte Cultural Planning kann ein zentrales Element im Umgang mit diesen Herausforderungen darstellen und zur Neuformulierung der Entwicklungsstrategie einer Region führen. In den 70er Jahren als eigenständige Disziplin angelegt, ist das Cultural Planning heute vor allem im angelsächsischen Raum verbreitet. Im Rahmen synergetischer Planungen, die die Perspektiven von Stadtentwicklern, Historikern, Soziologen, Kulturmanagern, Anthropologen, Künstlern und Kreativen berücksichtigen, schlägt diese Strategie eine Kartierung und eine Mobilisierung aller kulturellen Ressourcen eines Gebiets vor. Das Cultural Planning wird der Öffentlichkeit in Form eines Runden Tisches und eines Bildungs-Labs, geleitet von Franco Bianchini, vorgestellt.

Donnerstag, 20.10.2016, 16.30 Uhr
Planen auf Grundlage der örtlichen kulturellen Ressourcen
ROUNDTABLE + TALK + MUSIC

H 16.30
Runder Tisch / öffentlich, freier Eintritt – in italienischer Sprache
Dieser Runde Tisch lädt die Öffentlichkeit dazu ein, sich mit unterschiedlichen Erfahrungen aus verschiedensten Regionen auseinanderzusetzen und dabei die zentrale Stellung kultureller Ressourcen für die Definition effizienter und nachhaltiger Entwicklungspolitiken zu diskutieren.

Einführung und Moderation: Franco Bianchini / Hull University, Großbrittanien
Beiträge:
Antonio Lampis / Direktor der Abteilung Italienische Kultur, Autonome Provinz Bozen
Claudio Martinelli / Verantwortlicher des Amts für Kulturaktivitäten, Autonome Provinz Trient
Federica Thiene / Künstlerin und Gründerin von Artways of Thinking
Giacomo Bianchi /  Präsident von Arte Sella

H 19
Führung durch die Ausstellung von Judith Hopf
Aperitivo +  Musickperformance mit Candirù
Candirù ist Iacopo Candela. Bevor er sich in dieses Abenteuer allein wagte, sammelte er Erfahrungen in verschiedenen Formationen im Trientner Underground und spielte auf rund 200 Konzerten im Trentino-Veneto und über seine Grenzen hinaus. Heute liefert er ein “einfaches” Konzert, begleitet von Musikern oder digitalen Klangteppichen. Ausgerüstet mit Stimme und Gitarre, liefert er einprägsame Melodien, kleine Momente des Dialogs und  skurrile Geschichten.

Freitag, 21.10.2016, 9.30 – 16 Uhr *
Cultural Planning als Planungswerkzeug
WORKSHOP

Bildungsworkshop – Teilnahme nach Anmeldung
In diesem Workshop können Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung, Kulturmanager, Stadtplaner und interessierte Kreative tiefgründige Kenntnisse über einen Planungsansatz erlangen, der stark auf die Wertschätzung lokaler kultureller Ressourcen ausgerichtet ist.

Dozent: Franco Bianchini
Franco Bianchini ist Dozent für Kulturpolitik und Cultural Planning an der University of Hull, UK. Er unterrichtete zuvor dieselben Themen an der University of Leeds. Außerdem arbeitete er im Auftrag des Europarats, des britischen Arts Councils und vielen weiteren lokalen Einrichtungen und Universitäten als Dozent, Wissenschaftler und Berater zu Fragen der Entwicklung kultureller Stadtpolitiken in verschiedenen europäischen Ländern, in Australien, Japan und Kolumbien. Als Liverpool im Jahr 2008 den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ erhielt – Bianchini hatte bereits am Bewerbungsdossier mitgewirkt –, entwickelte und realisierte er gemeinsam mit der Liverpool Culture Company das Projekt Cities on the Edge (Städte am Rand) als künstlerisches und kulturelles Gemeinschaftsprojekt von Liverpool, Neapel, Marseille, Danzig und Bremen.

*
ein Workshop
30 Euro für Externe
20 Euro waller /Alumni Club / AA Innovazione

drei Workshops
70 Euro für Externe
50 Euro waller / Alumni Club / AA Innovazione
In Zusammenarbeit mit: Museion

 

 

 

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